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"Dies und Das..."

 
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gefunden bei Nilanniel

...immer mit den Personen die ich gern habe, wenn Sie endlich einen Schritt machen können der lange überfällig ist und Ihnen gut tut!




Es ist schon erstaunlich was was er alles so beobachten konnte während er dort saß, jegliche Art von Gefühlen hatte er gesehen und doch gab es immer wieder etwas neues. Was er jedoch nie ertragen konnte war der Anblick eines gebrochenen Herzens. Wenn er das sah zahlte er immer sofort und stürtzte sich in die meist kalte Nacht. Gebrochene Herzen, wie sehr er das verabscheute, sehr wohl weil er nur in einen Spiegel sah. Da ist er wieder der Grund fort zu rennen, sein Herz ist immer noch schwer, er konnte es damals nicht mehr ertragen. Die Errinnerung an die schöne Zeit steckte in jedem Hauseingang, an jeder Straßenecke und in jedem Schaufenster der Stadt. Doch holte es ihn immer wieder ein. "Damn it", war meist das einzige was er dann über seine zusammengepressten Lippen brachte um sich kurz danach in eine der dreckigsten Absteigen der Stadt zu begeben und sich restlos zu betrinken. Manchmal hatte er das Gefühl das sei das einzige was er gut könne, er tat damit zumindest niemanden weh. Wenn er allerdings merkte das er die Kontrolle verlor dan ließ er sich meist ein Taxi rufen und fuhr nach Hause. Ja sein Zuhause, eine 2 Zimmer Wohnung mit gekalkten Wänden, einem Sofa, einem kleinem Schreibtisch mit Stuhl, einem Bett und einem Schrank. Das Bett war jedoch der einzige Gegenstand der benutzt aussah, seit Monaten kam er nur zum schlafen an diesen Ort der nichts hatte was Ihn hätte halten können. Er fiel in sein Bett und schloß die Augen und schlief meist einen unruhigen und doch traumlosen Schlaf.

Hab schon den ganzen Tag ein Brennen in den Augen als ob ich jeden Moment anfangen müßte zu heulen. Naja in den letzten 2 Tagen war mir ja auch so manches mal danach, aber getan hab ich es nicht. Nun okay Sonntag ein ganz bißchen (vielleicht auch mehr) aber ich weiß es nicht mehr wirklich oder habe es besser gesagt verdrängt. Männer weinen nicht! Schwachsinn!!!

Er konnte sich noch an den ersten Tag in dieser Stadt errinnern als wenn es gestern gewesen wäre. Was war er sich damals klein vorgekommen nach dem jahrlangen Leben in seinem kleinem Vorort einer Provinzstadt. Doch er mußte einfach weg und er nahm den warscheinlich ödesten Job an den er sich nur vorstellen konnte, 8 Stunden am Tag Anträge für Bewilligung von Bauvorhaben auf richtigkeit prüfen, einmal pro Woche ein Außentermin und Kampf gegen Windmühlen und intrigante Büroschicksen. Doch es gab auch gute Seiten an diesem Ort, für ihn war alles neu und es kam ihm so vor als befände er sich am Puls des Lebens, er genoß es sich nach seinem öden Job in immer wieder neue abstruse Exesse zu stürzen und einfach nur er selbst zu sein, nicht nur eine Sachbearbeiternummer. Doch was am Anfang spannend und Aufregend war wurde zu schnell zur Gewohnheit und doch war es etwas besonderes. Er fing an im "Sams" so gegen sechs auf einen Espresso, ging von da aus ins "Basta" oder zu "Chulio" eine Kleinigkeit essen, manchmal auch ins "Oyabun" auf einen happen Sushi. Er konnte den Köchen an der Sushi-Bar stundenlang zuschauen, dabei lauwarmen Sake trinken und die kleinen flinken Handgriffe staunend beobachten und immer wieder neue Feinheiten entdecken. Danach ab ins "50´s" um zu gepflegtem Jazz an der Theke ein bis sechs Burbon zu trinken und mit Tim, nach dem 3. Abend stellte Tim fest das Sie immer zusammen an der Theke saßen und dachte sich er müßte ihn mal zulabern, seitdem ging es jeden abend so, banale Gespräche, die er sehr entspannend fand, zu führen. Manchmal jedoch kam auch mal etwas sinnvolles aus Tims Mund und man konnte wirklich gut mit ihm reden. Doch das waren eher die Ausnahmen und doch genoss er diese Momente mit Tim an der Theke. Wenn er jedoch genug hatte von diesen Ergüssen machte er sich auf den Weg. Ein kurzer stop am Drugstore um die Ecke ein neues Päckchen Yehuan Zigaretten und weiter dem weg des Abends folgend landete er meistens auf ein Bier im "Night" aus dem jedoch manchmal, je nach Publikum, ein paar mehr wurden. Er fand es interessant die Geschichten anderer zu hören, was Sie erlebt hatten im Laufe des Tages oder zu wie sich das eine oder andere Pärchen fand und auch im laufe der Monate wieder verlor. Es war wie ein Film in Echtzeit gedreht und er war der Kameramann der das ganze auf Zelluloid bannte.

..to be continued...

 

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